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13. Brasilianisches Filmfestival
13° Mostra Cinema Brasileiro

(...) zu den Filmbeschreibungen

Cinebrasil

BERLIN | 25. - 29.01.2018, Kino Babylon

 

Donnerstag, 25.01.

20:00 Uhr
Eröffnungsfilm
Redemoinho

 

Freitag, 26.01.

20:00 Uhr
BR-716

22:00 Uhr
A Hora e Vez de Augusto Matraga

 

Samstag, 27.01.

16:00 Uhr
As Duas Irenes

18:00 Uhr
Menino 23

20:00 Uhr
Curumim

22:00 Uhr
Redemoinho

Sonntag, 28.01.

16:15 Uhr
Pitanga

18:15 Uhr
Maresia – in Anwesenheit des Autors –

20:00 Uhr
A Hora e Vez de Augusto Matraga

Montag, 29.01.

18:00 Uhr
As Duas Irenes

20:00 Uhr
BR-716

22:00 Uhr
Glória e Graça

 

Die Filmbeschreibungen

 

REDEMOINHO (Wirbelwind)

Donnerstag, 25.01.
20:00 Uhr, Saal 2

Festival Eröffnung
(Wiederholung am Samstag 27.01., 22:Uhr, Saal 2)

Spielfilm, Brasilien 2017, 100min, OmenglUT
José Luiz Villamarim
Darsteller: Irandhir Santos, Júlio Andrade, Dira Paes

Nach langer Zeit treffen sich Luzimar und Gildo, zwei Freunde aus Kindheitstagen, wieder. Vom Alkohol gelöst öffnen die beiden Freunde sich ihren Erinnerungen und Entscheidungen, die sie auf unterschiedliche Lebenswege gebracht haben und stellen sich einem geteilten Trauma aus der Kindheit ...
Der Film basiert auf der Geschichte "O Mundo Inimigo – Inferno Provisório Vol. II" (Die feindliche Welt – Vorläufige Hölle Teil II) von Luiz Ruffato

Der Regisseur: JOSÉ LUIZ VILLAMARIM

Villamarim (geboren 1963) studierte zunächst Wirtschaft und arbeitete als Ökonom, bevor er in den 90er Jahren als Regie-Assistent, später als Regisseur, für verschiedene TV-Serien arbeitete. Die für den Emmy nominierte Serie “Paraíso Tropical” entstammt bspw. seiner Regie. REDEMOINHO ist sein erster Kinofilm.

 

 

BR-716

Freitag 26.01.
20:00Uhr

(Wiederholung am Montag, 29.01., 20 Uhr , Saal 2)

Spielfilm, Brasilien 2016, 90min, OmenglUT
Regie: Domingos Oliveira
Darsteller: Caio Blat, Sophie Charlotte, Maria Ribeiro

Rio de Janeiro in den ausschweifenden 60er Jahren. Der Ingenieur und angehende Schriftsteller Felipe führt ein Leben, das hauptsächlich aus Alkohol und exzessiven Partys besteht.
Es gilt, in vollen Zügen die Freiheit der Bohemiens zu leben, während sich das politische Klima draußen zuspitzt.
Der Film ist eine Ode an das Lebensgefühl der 60er Jahre - von der Lust am Zersprengen des Bestehenden und der Hoffnung auf ein besseres Morgen gezeichnet.

Der Regisseur: DOMINGOS OLIVEIRA

1936 geboren kann Domingos Oliveira inzwischen auf eine fast 50jährige Karriere als Autor, Schauspieler, Produzent und Regisseur blicken. Wie viele große Regisseure, agiert auch Oliveira in seinen Filmen gern als Autor, Darsteller und Regisseur gleichzeitig.

 

 

A HORA E VEZ DE AUGUSTO MATRAGA
(Die Stunden der Wende des Augusto Matraga)

Freitag 26.01., 22 Uhr
(Wiederholung am Sonntag 28.01. 20:00Uhr , Saal 2)

Spielfilm, Brasilien 2011, 106min, OmenglUT
Regie: Vinícius Coimbra
Darsteller: João Miguel, José Wilker, José Dumont

Der stolze und brutale Gutsherr Esteves wird von seiner Frau verlassen, verliert Hof und Familie – und bei einem versuchten Rachezug fast das Leben. Ein Paar rettet und pflegt ihn gesund. Fünf Jahre später verlässt er das Haus seiner Retter – anscheinend vollkommen verändert und inzwischen gottesfürchtig. Die grandiosen Bilder dieses archaischen Westerns im brasilianischen Minas Gerais – Kamera führte Lula Carvalho („Tropa da Elite“) – erzählen von Ehre und Rache, Vergebung und Erlösung.
Der Film beruht auf einer Novelle des berühmten brasilianischen Autors João Guimarães Rosa. Er gewann 2011 auf dem Festival do Rio den Hauptpreis als Bester Film, den Publikumspreis, sowie mehrere Preise für die Haupt- und Nebendarsteller.

Der Regisseur: VINÍCIUS COIMBRA

Coimbras Arbeit beim Film begann 1998 als Regie-Assistent bei Central do Brasil (von Walter Salles). Anschließend drehte er viele eigene Kurzfilme und Fernsehserien.
A HORA E A VEZ DE AUGUSTO MATRAGA ist sein erster Langspielfilm, der auf vielen nationalen und internationalen Festivals lief und mehrfach ausgezeichnet wurde.

 

 

AS DUAS IRENES (Die beiden Irenes)


Samstag 27.01. 16 Uhr, Saal 2
(Wiederholung am Montag 29.01., 18:00 Uhr, Saal 2)

Spielfilm, Brasilien 2017, 89Min., OmenglUT
Regie: Fabio Meira
Darsteller: Priscila Bittencourt,
Isabela Torres, Marco Ricca u.a.

Irene entdeckt, dass ihr Vater eine außereheliche Tochter hat, die ebenfalls Irene heißt und genauso alt wie sie ist. Nach anfänglichem Schock nähert sich Irene langsam ihrer Halbschwester und deren Mutter an ohne ihre wahre Identität preiszugeben. In einem kunstvollen Mosaik entspinnt sich ein Geflecht aus Identitätsfragen, aufrichtiger Freundschaft und den ersten Schritten ins Erwachsenwerden.

Der Regisseur: FABIO MEIRA

Fabio Meira ist Autor, Produzent und Regisseur von Spiel- und Dokumentarfilmen.
Er begann seine Filmkarriere als Assistent von Ruy Guerra. AS DUAS IRENES ist sein erster, von Kritikern hochgelobter, Spielfilm.

 

MENINO 23 (Kind 23)

Samstag 27.01., 18 Uhr, Saal 2

Dokumentarfilm, Brasilien 2016, 79min.
Regie: Belisario Franca

“Menino 23” (Kind 23) so wurde Aloisio Silva in seiner Kindheit in den 1930er Jahren genannt. Damals wurden er und 49 andere schwarze Weisenkinder 10 Jahre lang auf einer Farm als Sklaven im Dienst von rassistischen Nazi-Sympathisanten gehalten.
Der Historiker Sydney Aguilar begibt sich auf Spurensuche der brasilianischen Nazi-Ideologien und trifft einen weiteren Überlebenden. Der Film ist eine historische Spurensuche und ein Dokument darüber wie tief die Überzeugung der weißen Vorherrschaft die brasilianische Gesellschaft prägt.

Der Regisseur: Belisário Franca

Geboren 1960, aufgewachsen unter der brasilianischen Militätdiktatur entstand Belisarios Wunsch den Menschen eine Stimme über ihre Geschichte zu geben, ohne die Zwischenschaltung von Macht oder Ideologien. Seit den 80er Jahren dreht er Dokumentarfilme mit zumeist sozialkritischen Themen - wie indigene Stämme oder den Amazonas - die vielfach ausgezeichnet wurden.

 

CURUMIM

Samstag 27.01. 20 Uhr, Saal 2

Dokumentarfilm, Brasilien 2016, 79min.
Regie: Belisario Franca

Das Leben von Marco „Curumim“ Archer änderte sich schlagartig, als die Polizei auf dem internationalen Flughafen von Jakarta 13,5 Kilo Kokain in seinem Drachensegler sicherstellte. Zunächst gelang ihm die Flucht. 16 Tage hielt er sich in Indonesien versteckt, bevor er verhaftet und zum Tode verurteilt wurde.
Mit einer versteckten Kamera hielt Marco seinen Gefängnisalltag fest und bat Regisseur Marcos Prado um Unterstützung für diese Dokumentation. Fehlende familiäre Bindungen, seine Suche nach Halt in Freundschaften, die Begeisterung fürs Paragleiten, Abenteuerlust – kritisch reflektiert Marco stellvertretend für eine ganze Generation junger Brasilianer die Achterbahnfahrt seines Lebens.

Der Regisseur: MARCOS PRADO

Marcos Prado wurde 1961 in Rio de Janeiro geboren. Seine Laufbahn begann als Fotograf. Später wurde er als Produzent und Regisseur für Dokumentar- und Fernsehfilme tätig.
1997 gründete er mit José Padilha seine eigene Produktionsfirma: Zazen Produções, die u.a. den vielprämierten Tropa de Elite, von José Padilha rausbrachten.

 

REDEMOINHO (Wirbelwind)

Samstag 27.01., 22 Uhr, Saal 2

Spielfilm, Brasilien 2017, 100min, OmenglUT
José Luiz Villamarim
Darsteller: Irandhir Santos, Júlio Andrade, Dira Paes

Nach langer Zeit treffen sich Luzimar und Gildo, zwei Freunde aus Kindheitstagen, wieder. Vom Alkohol gelöst öffnen die beiden Freunde sich ihren Erinnerungen und Entscheidungen, die sie auf unterschiedliche Lebenswege gebracht haben und stellen sich einem geteilten Trauma aus der Kindheit ...
Der Film basiert auf der Geschichte "O Mundo Inimigo – Inferno Provisório Vol. II" (Die feindliche Welt – Vorläufige Hölle Teil II) von Luiz Ruffato

Der Regisseur: JOSÉ LUIZ VILLAMARIM

Villamarim (geboren 1963) studierte zunächst Wirtschaft und arbeitete als Ökonom, bevor er in den 90er Jahren als Regie-Assistent, später als Regisseur, für verschiedene TV-Serien arbeitete. Die für den Emmy nominierte Serie “Paraíso Tropical” entstammt bspw. seiner Regie. REDEMOINHO ist sein erster Kinofilm.

 

PITANGA

Sonntag 28.01, 16.15 Uhr , Saal 2

Dokumentarfilm Brasilien 2017, 100min
Regie: Beto Brant, Camila Pitanga

Antônio Pitanga ist einer der größten brasilianischen Schauspieler der 60er/70er Jahren, der mit Regisseuren wie Glauber Rocha, Cacá Diegues und Walter Lima Jr. zusammengearbeitet hat. Der Film zeigt Pitangas Leben, seinen Aufstieg als Schauspieler, sein politsches Engagement und vor allem seine unglaubliche Energie und Lebensfreude.

Die Regisseure: Beto Brant und Camila Pitanga

Beto Brant ist Autor, Schauspieler und Regisseur für viele Film und Fernsehproduktionen.
Camila Pitanga, die Tochter Antonio Pitangas, ist Schauspielerin, die u.a. in Brants Filmen spielte. Zusammen strukturieren sie unzählige Gespräche und Filmausschnitte des Schauspielers Pitanga, um den Schauspieler, den Schwarzen, den Liebhaber und den Familienvater herauszustellen.

 

MARESIA (Seeluft)

Cinebrasil

Sonntag 28.01., 18.15 Uhr, Saal 2

Spielfilm, Brasilien 2016, 90min.
Regie: Marcos Guttmann
Darsteller: Júlio Andrade, Pietro Mario, Vera Holtz u.a.

Der Kunstexperte Gaspar Dias ist besessen von Arbeit und Person des Künstlers Emilio Vega, der vor Jahren verschwunden ist. Eines Tages bekommt er Besuch von einem Mann, der behauptet den Künstler persönlich zu kennen. Die Begegnung beginnt Vergangenheit und Gegenwart, Realität und Fiktion zu vermischen.

Der Regisseur: Marcos Guttmann

Guttmann begann seine Arbeit als Regie-Assistent, drehte Kurzfilme und später Serien.
MARESIA ist sein erster Kinofilm, der auf vielen Festivals lief und u.a. Preise für Schauspiel und Regie erhielt.

 

 

A HORA E VEZ DE AUGUSTO MATRAGA
(Die Stunden der Wende des Augusto Matraga)

Sonntag 28.01. 20:00Uhr , Saal 2

Spielfilm, Brasilien 2011, 106min, OmenglUT
Regie: Vinícius Coimbra
Darsteller: João Miguel, José Wilker, José Dumont

Der stolze und brutale Gutsherr Esteves wird von seiner Frau verlassen, verliert Hof und Familie – und bei einem versuchten Rachezug fast das Leben. Ein Paar rettet und pflegt ihn gesund. Fünf Jahre später verlässt er das Haus seiner Retter – anscheinend vollkommen verändert und inzwischen gottesfürchtig. Die grandiosen Bilder dieses archaischen Westerns im brasilianischen Minas Gerais – Kamera führte Lula Carvalho („Tropa da Elite“) – erzählen von Ehre und Rache, Vergebung und Erlösung.
Der Film beruht auf einer Novelle des berühmten brasilianischen Autors João Guimarães Rosa. Er gewann 2011 auf dem Festival do Rio den Hauptpreis als Bester Film, den Publikumspreis, sowie mehrere Preise für die Haupt- und Nebendarsteller.

 

AS DUAS IRENES (Die beiden Irenes)

Montag 29.01., 18:00 Uhr, Saal 2

Spielfilm, Brasilien 2017, 89Min., OmenglUT
Regie: Fabio Meira
Darsteller: Priscila Bittencourt,
Isabela Torres, Marco Ricca u.a.

Irene entdeckt, dass ihr Vater eine außereheliche Tochter hat, die ebenfalls Irene heißt und genauso alt wie sie ist. Nach anfänglichem Schock nähert sich Irene langsam ihrer Halbschwester und deren Mutter an ohne ihre wahre Identität preiszugeben. In einem kunstvollen Mosaik entspinnt sich ein Geflecht aus Identitätsfragen, aufrichtiger Freundschaft und den ersten Schritten ins Erwachsenwerden.

Der Regisseur: FABIO MEIRA

Fabio Meira ist Autor, Produzent und Regisseur von Spiel- und Dokumentarfilmen.
Er begann seine Filmkarriere als Assistent von Ruy Guerra. AS DUAS IRENES ist sein erster, von Kritikern hochgelobter, Spielfilm.

 

BR-716

Montag, 29.01., 20 Uhr , Saal 2)

Spielfilm, Brasilien 2016, 90min, OmenglUT
Regie: Domingos Oliveira
Darsteller: Caio Blat, Sophie Charlotte, Maria Ribeiro

Rio de Janeiro in den ausschweifenden 60er Jahren. Der Ingenieur und angehende Schriftsteller Felipe führt ein Leben, das hauptsächlich aus Alkohol und exzessiven Partys besteht.
Es gilt, in vollen Zügen die Freiheit der Bohemiens zu leben, während sich das politische Klima draußen zuspitzt.
Der Film ist eine Ode an das Lebensgefühl der 60er Jahre - von der Lust am Zersprengen des Bestehenden und der Hoffnung auf ein besseres Morgen gezeichnet.

Der Regisseur: DOMINGOS OLIVEIRA

1936 geboren kann Domingos Oliveira inzwischen auf eine fast 50jährige Karriere als Autor, Schauspieler, Produzent und Regisseur blicken. Wie viele große Regisseure, agiert auch Oliveira in seinen Filmen gern als Autor, Darsteller und Regisseur gleichzeitig.

 

GLORIA E GRAÇA

Montag 29.01., 22:00 Uhr, Saal 2


Brasilien 2017, Spielfilm, 93 min.
Regie: Flávio R. Tambellini
Darsteller: Carolina Ferraz, Sandra Corveloni, Carol Marra

Nachdem der alleinerziehenden Mutter Graça ein Aneurisma im Gehirn diagnostiziert wird, sucht sie verzweifelt nach jemandem, der sich im Falle ihres Todes um die Kinder kümmern könnte. Sie sucht ihren Bruder auf, mit dem sie 15 Jahre keinen Kontakt hatte, und stellt fest, dass dieser inzwischen zu Gloria geworden ist: ein erfolgreicher, unabhängiger Transvestit, der zunächst nichts mit der Familie zu tun haben will. Nach einer Weile nagen jedoch Schuldgefühle an Gloria und vielleicht könnte das Mutter-Dasein ja eine Erfüllung ihrer weiblichen Seite sein?

Der Regisseur: Flávio R. Tambellini

Drehbuchschreiber, Produzent und Regisseur sowie Sohn des bekannten Kritikers und Regisseurs Flávio Tambellini. Er begann seine Karriere als Schauspieler und Produzent und dreht seit nun über 15 Jahren selbst Filme, z.B. den preisgekrönten “Bufo e Spalanzani” (2001)